Was ist eine Linux Distribution - ist Elive eine Distribution?

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#1

Folgendes hat jemand im Heise-online Forum sehr treffend auf den Punkt gebracht -
ZITAT:

"Die Distributionsdiskussion wird vollkommen falsch geführt.

Der Name Distribution wird verstanden wie ein Produkt. Das ist es aber nicht. Distribution ist eine bestimmte Art Open Source zu verteilen.
Ich würde diese Liste auf folgende Klassen beschränken:
Debian, RedHat, suse, slack.
Daneben gibt es noch die "exoten" Arch Linux und Gentoo. Und das wars.

Mint, Ubuntu, sabayon sind imho Communities die sich rund um die obigen Distributionen gebildet haben.
Das mag durch die Zeit zu inkompatibilitäteten zwischen zum Beispiel Ubuntu und Debian führen. Aber meiner Ansicht nach sind diese in nichts Welt Trennendes das plötzlich Ubuntu etwas 100% anderes ist als Debian.

Es gibt dann übrigens noch spezialisierte Distros die für mich eigentlich nichts mit Distribution (Verteilen) zu tun haben. Da gehören dann die Live-CD Linux werbe Plattformen wie Knoppix und eLive hinein.
Knopixxcilline (wie das auch immer geschriebenwird) und systemrescue sind dann wieder spezielle in der Live Szene.

Und dann gibt es noch die just for Fun Distros. Da gibt es Hana Montana und Justin Bieber Distros. Die sind dann fürs Amusement. Da glaube ich hat der Linux Humor den eingefleischten Apfelproduktionsfetischisten oder den Mikrosoft pro user lichtjahre abgehängt.

Zu dem Argument Distributionen würden besser sein wenn Sie zusammen legen würden.
Diese Sichtweise ist nicht korrekt. In allen Distributionen wird von Upstream und Downstream gesprochen.
Häufig werden Fehlerbehebung an das entsprechende Projekt weiter gegeben. Wir reden dann von Upstream.
Um nicht auf das nächste Release warten zu müssen werden fehlerbehebungen dann Downstream eingepflegt.

So nächster Punkt. Distributions Versionierung. Es gibt 2 Arten von Distributionen Rolling (Windows 356 hat ein rollendes release modell) und Release bassiert (bei Windows Version 7 und früher)

Je nachdem wann eine Release Distribution also ein Release durchführt hat sie eine Bestimmtes Set an kern Bibliotheken gegen diese Software compiliert wird (ist bei Windows genau gleich gewesen). Wenn ich also ein Programm auf einer Distribution herausbringen möchte, habe ich 2 möglichkeiten:
1) ich kompilieren gegen das spezifische release auf dem ich veröffentlichen möchte.
2) ich packe alle kernbibliotheken einfach in meine Applikation.

Ansatz 1) ist eine heiden Arbeit. Denn es gibt ja Verschiedene Releases mit verschiedenen Kernbibliotheken mit verschiedenen versionsständen.
Und man muss sein Programm vielleicht mehrfach anpassen.

Also dann doch 2).
Diesen Ansatz fährt zum Unmut der Distributoren Libre und Open Office schon seit es die Suiten gibt. Kann sein das Libre da die Taktik geändert hat. Aber würde mich nicht überraschen wenn nicht.
Steam macht das so. (sie nennen das runtime)
Und die neuen paketierungs Konzepte gehen auch in die gleiche richtung. Berühmt für den ansatz ist Mac OS.
Wer hier an Windows denkt ist leider falsch, denn bei Windows wird der misst irgendwo abgeladen. Und irgendwann verliert das System den Überblick was es braucht und was nicht. Da müsste MS nochmal nachbessern.
Zurück zum Thema:
Also warum fangen alle an diese Dicker Konzepte zu nutzen?
Weil es weniger aufwendig und pflegeleichter ist als ständig mit mehr oder weniger gefixten Versionen einer Bibliothek herumhantieren zu müssen.

Ich persönlich bin deswegen ein großer Fan von Rolling Distributionen. Dort sorgt die Distribution nämlich dafür das die Upstream Version die Aktuell entwickelt wurde im Verbund mit den anderen Komponenten Funktioniert.
Thats it. Keine Backports, Bugfixes möglichst Upstream.

Gentoo muss ich sagen war hier für mich der Vorreiter. Ich hatte niemals danach so ein stabiles System. Nur die Update Frequenz war mir zu hoch.
Sabayon war zu experimentell. Arch hat sich für mich als guter Mittelweg erwiesen.
Würden alle Distributionen dem Weg folgen wären die Software binary Probleme den Linux Distributionen gegenüber stehen nicht ganz so stark. Support wäre besser und die beschriebene individuaöllistik geringer.

Wahrscheinlich ist es ab der Mitte nur schwer zu verstehen. Die Thematik ist dann doch nicht so einfach kurz zu erklären"

ZITATENDE

Bedankt ... :nod: :mwahaha: :happybounce:

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#2

Mir scheint es dass ich dieses artikel (oder teile davon)schon mal irgendwo in English gelesen habe.

Schade dass der autor seine eigene frage "Was ist eine Linux Distribution" eigentlich nicht beantwortet" und nachfolglich nur ein paar unterschiede beleuchtetet zwischen die mainstream distributionen.

Meine meinung:
Linux Distribution.
Eine angebotene ansammlung von programme (nicht unbedingt FOSS) um den Linux kernel herum, heut zu tage im algemein ueber das internet verteilt/verhandelt (deshalb das wort distribution)

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